Über Dyskalkulie

Dyskalkulie bezeichnet eine vorliegende Rechenschwäche oder Rechenstörung und zeichnet sich durch die mangelnde Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division aus. 

Warum ist es so wichtig, früh genug zu handeln und mit dem Dyskalkulietraining zu beginnen?

Die durch eine Dyskalkulie entstehenden Misserfolge beeinflussen nicht nur Schulnoten und allgemein den schulischen Alltag, sondern haben in Konsequenz daraus einen negativen Einfluss auf den gesamten Alltag und auch den weiteren Werdegang. 

Die Kulturtechnik des Rechnens stellt in unserer Gesellschaft eine grundlegende und täglich erwartete Fähigkeit und Fertigkeit dar, deren große Bedeutung sich nicht nur in allen Schulnoten äußert.

Die wohl wichtigste und am meisten unterschätzte Komponente stellt mit Sicherheit das durch die schulischen Misserfolge oft stark leidende Selbstbewusstsein des Kindes dar. Betroffene Kinder, die eigentlich mit viel Freude und Motivation in die schulische Laufbahn gestartet sind, bekommen plötzlich sehr schnell Selbstzweifel, da sie trotz Übung und oft sehr viel Anstrengung nicht den erwarteten Erfolg erzielen und immer hinterher hinken.

Das frühe Erkennen einer Dyskalkulie kann für Betroffene einen großen Beitrag zu einem zufriedenen Schulalltag, aber auch eine große Hilfestellung für einen erfüllenden Alltag bedeuten. Ein frühes, gezieltes, individuelles, konsequentes und erfolgreiches Dyskalkulietraining kann hier Wunder für das gesamte Leben des betroffenen Kindes bewirken, bereits vorhandene Selbstzweifel beseitigen und vor allem die Freude am Lernen für das ganze Leben zurück bringen.


Wer kann mir helfen und welches Training hilft meinem Kind?

Sollte zum Beispiel seitens der Lehrkraft der Verdacht auf Dyskalkulie bestehen und eine Testung nahegelegt worden sein, können Sie sich an SchulpsychologInnen, Kinder-und JugendpsychiaterInnen sowie niedergelassene Zentren für Rechenstörungen, Rechenschwäche und Dyskalkulie wenden. Ebenso gibt es zahlreiche Dyskalkulie-TrainerInnen, die auf im Internet zu findenden Listen geführt werden und Testungen anbieten. 

Bedenken Sie bei Ihrer Suche, dass jede Berufsgruppe diverse Schwerpunkte setzt. Zusätzlich sollte man bei der Wahl der richtigen Anlaufstelle auch die bekannte Symptomatik, den Bildungs- sowie Berufshintergrund und natürlich entsprechende Erfahrungen und Referenzen beachten. Gibt es zusätzlich physische Ursachen (verminderte Sehfähigkeit oder schlechtes Hören) oder bereits psychische Auswirkungen durch die schulischen Misserfolge, sollten immer auch jene Bereiche von medizinischen Fachkräften bzw. PsychologInnen abgeklärt werden.

Ich biete eine Testung mit Hilfe des AFS-Test (hier erhalten sie ein pädagogisches Gutachten) an und mache mir ebenso ein Bild, indem ich mit Ihrem Kind sämtliche Sinnesbereiche sowie mathematische Bereiche durchgehe, um genau zu sehen, wo ich Ihrem Kind individuell helfen kann.

Tatsache ist, dass das Kind als Individuum im Mittelpunkt steht und ein/e gute/r TrainerIn seine individuellen Schwierigkeiten herausfindet, das Kind dort abholt wo es steht und dahin zurückgeht, wo das Kind begonnen hat, die Dinge gar nicht oder falsch abzuspeichern. Dies kann durch optische, akustische oder andere betroffene Sinneswahrnehmungen erfolgen. Die Kunst ist es, dass das Kind mit dem/der TrainerIn harmoniert und eine neue Basis für erfolgreiches Lernen geschaffen werden kann. Hierzu bedarf es viel Geduld und Einfühlungsvermögen, einem aktuellen und überdurchschnittlichen Wissensstand der Pädagogik, Didaktik, Lernförderung und des Unterrichtsstoffes sowie Erfahrung im Umgang mit Kindern dieser Altersklasse.

Meine pädagogisch-didaktische Ausbildung zur Volksschullehrerin in Kombination mit meinem Universitätsstudium mit Schwerpunkten u.a. in Lernpsychologie und Entwicklungspsychologie sowie meiner Ausbildung zur Legasthenie-und Dyskalkulietrainerin ist es mir möglich, viele Bereiche zu vereinen und mit Ihrem Kind ganzheitlich aus unterschiedlichen Perspektiven zu arbeiten.

Am Ende geht es darum, dem betroffenen Kind einen weiteren Marathon an schulischen Misserfolgen zu ersparen, sein oft angeknackstes Selbstbewusstsein wieder aufzubauen, die Freude am Lesen, Schreiben und Rechnen wieder zu erlangen und so mit einem erfolgreichen Bildungsweg den Grundstein für ein zufriedenes Leben mit viel Freude am Lernen zu legen.